Das Human Risk Command Center lässt sich nun mit Google Workspace verbinden, um Phishing-Angriffe und Identitätsbetrug zu bekämpfen
Zwei der größten Bedrohungen für Google Workspace – Phishing und Identitätsmissbrauch – werden nun direkt an das Human Risk Command Center weitergeleitet, wodurch Sicherheitsteams einen einheitlichen Überblick über die Risiken für die Nutzer erhalten und in Echtzeit darauf reagieren können
Wichtige Punkte
- Google Workspace übermittelt nun zwei Bedrohungssignale an das „Human Risk Command Center“ von Mimecast: die Warnmeldungen von Gmail zu Phishing und zur Neuklassifizierung nach der Zustellung (die den „Actual Phishing“-Wert eines Nutzers erhöhen) sowie Googles Identitätsrisikosignale wie verdächtige Anmeldungen und offengelegte Anmeldedaten (die den „Attack Factor“ erhöhen) – diese werden als separate Werte geführt und nicht als ein einziger ungenauer Gesamtwert zusammengefasst.
- Mit dieser Erweiterung verfügt das Command Center nun über 21 integrierte Signalquellen und deckt beide führenden E-Mail-Plattformen – Microsoft 365 und Google Workspace – ab, wodurch zwei zunehmend bedrohliche Gefahren bekämpft werden: Phishing und der Missbrauch von OAuth-Einwilligungen.
- Der Watchlist Manager identifiziert Nutzer mit hohem Risiko in Echtzeit, wodurch die E-Mail-Sicherheitsrichtlinien verschärft, gezielte Engage-Erinnerungen ausgelöst oder Daten über die Human Risk Public API an ein SIEM-/SOAR-System übermittelt werden können – und das ohne neue Tools oder zusätzliche Kosten für bestehende Kunden.
Die Anti-Phishing Working Group (APWG) – der weltweit führende Zusammenschluss von Unternehmen, Strafverfolgungsbehörden und Regierungsorganisationen im Kampf gegen Phishing und Cyberkriminalität – erfasst, welche Branchen am häufigsten Ziel von Phishing-Angriffen sind. Im Bericht für das 4. Quartal 2025 lagen SaaS- und Webmail-Plattformen, darunter Google Workspace, branchenweit gleichauf an der Spitze der am häufigsten angegriffenen Sektoren und machten jeweils 20,3% aller Phishing-Angriffe aus.
Googles eigener „Threat Horizons Report“ für das erste Halbjahr 2026 liefert einen zweiten, separaten Datenpunkt: Der Missbrauch von OAuth auf Einwilligungsbasis, der auf Workspace-Konten abzielt, stieg in einem Zeitraum von sechs Monaten um rund 2.000% an. Zwei unterschiedliche Bedrohungen, eine gemeinsame Plattform – beide sind in Google Workspace integriert, und bislang gab es für keine der beiden einen klaren Weg zu einer unified Übersicht über das durch Menschen verursachte Risiko, die neben anderen kritischen Sicherheitssignalen angezeigt wird.
Google Workspace lässt sich nahtlos in das Human Risk Command Center integrieren
Google Workspace generiert umfassende, native Erkennungsdaten zu beiden Bedrohungsarten: Phishing-Nachrichten, die von Gmail nach der Zustellung neu klassifiziert werden, Nutzer, die verdächtige E-Mails selbst melden, als verdächtig markierte Anmeldungen sowie Zugangsdaten, bei denen ein Datenleck festgestellt wurde. Google Workspace: Mail überträgt die Gmail-eigenen Warnmeldungen zu Phishing und die Neuklassifizierung nach der Zustellung direkt in den „Actual Phishing“-Wert des Nutzers. Google Workspace: „Identity“ erhöht den Angriffsfaktor eines Nutzers auf der Grundlage von Googles eigenen Identitätsrisikosignalen – verdächtige Anmeldungen, offengelegte Anmeldedaten und Kontosperrungen. Diese beiden Aspekte voneinander zu trennen, ist keine rein formale Angelegenheit; es entspricht vielmehr der beabsichtigten Funktionsweise des Modells. Ein Klick auf einen Phishing-Link und die Offenlegung von Zugangsdaten stellen unterschiedliche Sicherheitsrisiken dar, und das Mimecast Human Risk Command Center bewertet diese entsprechend, anstatt beide zu einer einzigen Zahl zusammenzufassen.
Dadurch wird zudem die Abdeckung des Command Center-Ökosystems in bedeutender Weise erweitert. Mit diesen beiden Ergänzungen lässt sich das Command Center nun mit 21 Signalquellen – vier eigenen und siebzehn von Drittanbietern – integrieren, die die Bereiche Phishing, Identitätsschutz, Malware, Umgang mit sensiblen Daten sowie simuliertes Phishing abdecken. Durch die Aufnahme von Google Workspace deckt das Angebot nun die beiden marktführenden E-Mail- und Produktivitätsplattformen ab: Microsoft 365 und Google Workspace.
Und falls Sie Mimecast bereits parallel zu Google Workspace einsetzen, wird hierdurch lediglich eine weitere Ebene hinzugefügt, anstatt eine bestehende zu ersetzen: „Native Google Signal“ läuft nun direkt neben der Mimecast-eigenen Erkennung, sodass Ihrem Team zwei unabhängige, miteinander verbundene Perspektiven auf denselben Posteingang zur Verfügung stehen.
Warum dies gerade jetzt von Bedeutung ist
Phishing ist zwar nach wie vor ein Problem, stellt jedoch nicht mehr den einzigen bedeutenden Bedrohungskanal dar, den Sicherheitsteams im Auge behalten müssen. Angriffe, die auf Identitätsdaten abzielen, nehmen ebenso schnell – wenn nicht sogar noch schneller – zu. Googles eigene Telemetriedaten zeigen, dass Angreifer zunehmend ganz auf den Diebstahl von Anmeldedaten verzichten und stattdessen Nutzer dazu verleiten, böswillige OAuth-Einwilligungsanfragen zu genehmigen, die auch nach einer Passwortzurücksetzung weiterhin gültig bleiben. Ein durchgesickertes Passwort und ein angeklickter Link stellen unterschiedliche Fehlerursachen dar. Wenn man sie als ein einziges, unscharfes „Phishing-Problem“ betrachtet, übersieht man die Hälfte des Gesamtbildes.
Was eine gute Verteidigung tatsächlich erfordert
Unabhängig vom Anbieter bedeutet die Schließung dieser Lücke, dass zwei Faktoren zusammenwirken müssen. Zunächst werden die Erkennungssignale – E-Mail, Identität, Endgeräte, wo auch immer Risiken auftreten – zu einer einheitlichen, aktuellen Übersicht über die Gefährdung eines Benutzers zusammengeführt. Zweitens geht es darum, diese Sichtweise mit einem aktiven Programm zur Verhaltensänderung zu verknüpfen, sodass ein markierter Nutzer einen Anstoß, eine Schulung oder eine maßreglerische Maßnahme erhält und nicht lediglich als weiterer Eintrag in einem Bericht erscheint. Die besten Programme vermeiden es zudem, jedes Signal auf eine single Zahl zu reduzieren: Ein Nutzer, der auf einen Phishing-Link geklickt hat, und ein Nutzer, dessen Anmeldedaten durch den Missbrauch von OAuth abgegriffen wurden, sind auf ganz unterschiedliche Weise gefährdet und sollten daher unterschiedlich bewertet und entsprechend behandelt werden.
Vom Signal zur Handlung
Die Einbindung der Phishing- und Identitätssignale von Google Workspace ist nur die halbe Miete. Sobald diese Daten im Mimecast Human Risk Command Center eingehen, kann der Watchlist Manager die Nutzer anhand von Echtzeit-Risikofaktoren automatisch in dynamische Gruppen einteilen – ein Gmail-Nutzer, der beispielsweise auf einen Phishing-Link klickt, kann unmittelbar nach dem Vorfall in eine Beobachtungsliste für „angegriffene Nutzer“ aufgenommen werden, ohne dass eine manuelle Überprüfung erforderlich ist. Diese Echtzeit-Risikodaten lassen sich direkt in bestehende E-Mail-Sicherheitsrichtlinien einbinden, wodurch die Kontrollen für Nutzer mit tatsächlich hohem Risiko ohne einen single manuellen Schritt verschärft werden. Es kann zudem einen gezielten „Engage“-Nudge auslösen oder über die Human Risk Public API dieselben Daten in ein SIEM, eine SOAR-Plattform oder ein anderes Tool einspeisen, das bereits in Ihrer Infrastruktur vorhanden ist. Die für das Handeln erforderlichen Daten stehen heute in Echtzeit zur Verfügung – und wir arbeiten weiterhin daran, darauf aufbauend noch robustere Outbound-Integrationen und Workflows zu entwickeln.
Was dies für Sie bedeutet
Leiten Sie heute die Kommandozentrale? Verbinden Sie jetzt Ihre Google Workspace-Identitäten oder E-Mail-Signale, um Ihren Überblick über die Risiken in Ihrem Unternehmen zu verbessern – ganz ohne neue Tools und ohne zusätzliche Kosten. Wenn Sie Mimecast vor Google Workspace einsetzen, bedeutet dies, dass Sie auch diejenigen E-Mails erfassen, die von Googles eigener Erkennungsfunktion nach der Zustellung markiert werden, selbst wenn diese Ihr Mimecast-Gateway umgangen haben – eine zweite, unabhängige Überprüfung desselben Postfachs.
Möchten Sie Engage eigenständig einsetzen oder es für eine Google Workspace-Umgebung prüfen? Das bedeutet, dass Ihr Programm vom ersten Tag an mit echten Verhaltensdaten gespeist wird. Ein Nutzer, bei dem innerhalb von 90 Tagen drei von Gmail gemeldete Phishing-Versuche festgestellt wurden, kann nun automatisch einen gezielten „Engage“-Hinweis auslösen, anstatt darauf zu warten, dass das nächste geplante Schulungsmodul diesen Rückstand ausgleicht.
Erfahren Sie mehr über das Mimecast Human Risk Command Center.
Abonnieren Sie Cyber Resilience Insights für weitere Artikel wie diesen
Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Analysen aus der Cybersicherheitsbranche direkt in Ihren Posteingang
Anmeldung erfolgreich
Vielen Dank, dass Sie sich für den Erhalt von Updates aus unserem Blog angemeldet haben
Wir bleiben in Kontakt!