Datenschutz: Die DSAR-Krise
Wenn gute Absichten auf die betriebliche Realität treffen
Wichtige Punkte
- Die Zahl der DSARs (Auskunftsersuchen betroffener Personen) ist sprunghaft angestiegen (Anstieg um 222 % seit 2021), was für Unternehmen eine operative und finanzielle Krise darstellt, da viele von ihnen mit dem hohen Aufkommen und den engen Fristen der DSGVO überfordert sind.
- Die manuelle Bearbeitung von DSAR-Anfragen ist nicht nachhaltig und verursacht aufgrund fragmentierter Daten, mangelnder Koordination zwischen den Beteiligten und geringem Vertrauen der Datenschutzbeauftragten in die Einhaltung der Vorschriften durchschnittliche Kosten von 1.524 US-Dollar pro Fall.
- Die meisten DSAR-Anfragen (66,8 %) stammen mittlerweile von Mitarbeitern, insbesondere im Rahmen von Arbeitskonflikten, was die Bearbeitung dieser Anfragen erheblich erschwert, da die Mitarbeiterdaten über verschiedene Unternehmenssysteme verstreut sind.
- Unternehmen, die bei der Bearbeitung von DSARs erfolgreich sind, setzen auf eine unified Datensuche, Automatisierung und funktionsübergreifende Teams, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu optimieren, Risiken zu minimieren und Bußgelder zu vermeiden.
DSARs sollten den Einzelnen mehr Handlungsspielraum verschaffen. Stattdessen sind sie für die meisten Organisationen zu einer betrieblichen Krise geworden. Zwischen 2021 und 2024 stieg die Zahl der DSGVO-Anfragen um 222 %. Einige Unternehmen bearbeiten mittlerweile monatlich 1.000 DSARs, viele davon stammen von Nichtkunden, die die Systeme testen, oder von Mitarbeitern, die sich in Arbeitskonflikten befinden.
Die Zahlen sprechen für sich
Die irische Datenschutzkommission (DPC) berichtet, dass Anträge auf Auskunft über personenbezogene Daten (DSARs) sowohl der häufigste Grund sind, aus dem sich Personen an sie wenden, als auch die größte Quelle für Beschwerden darstellen. Im Jahr 2024 erließ die DPC acht Vollstreckungsbescheide, vorwiegend wegen unterlassener Beantwortung von Auskunftsersuchen. Das Muster ist immer dasselbe: Organisationen versäumen die einmonatige Frist oder wenden Schwärzungen und Ausnahmeregelungen nicht ordnungsgemäß an.
Warum Unternehmen Schwierigkeiten haben
Laut Gartner belaufen sich die durchschnittlichen Kosten für die manuelle Bearbeitung eines single DSAR auf 1.524 US-Dollar. In großem Maßstab wird dies finanziell nicht mehr tragbar. Doch die Kosten sind nicht das einzige Problem:
- Zersplitterte Datenbestände: Informationen, die über E-Mails, Tools zur Zusammenarbeit, Archive und Cloud-Speicher verstreut sind
- Koordination zwischen den Beteiligten: 27 % der Datenschutzbeauftragten (DPOs) nennen Koordinationsprobleme als ihre größte Herausforderung im Zusammenhang mit DSAR-Anfragen
- Vertrauenskrise: Nur 20 % der Datenschutzexperten sind voll und ganz davon überzeugt, dass ihr Unternehmen die Vorschriften einhält
Der Faktor „Mitarbeiter“
Was viele Unternehmen überrascht, ist Folgendes: 66,8 % der DSAR-Anfragen stammen von Mitarbeitern, in der Regel im Rahmen von Arbeitskonflikten, wenn diese Zugang zu Leistungsbeurteilungen, E-Mails und interner Kommunikation wünschen. Diese Anfragen sind oft komplexer als DSAR-Anfragen von Kunden, da Mitarbeiterdaten in der Regel stärker verstreut sind und sich mit den Geschäftsabläufen vermischen. Darüber hinaus nutzen Einzelpersonen KI-Tools zur Erstellung ihrer DSARs, wodurch die Anträge umfassender werden und Herausforderungen entstehen, bei denen Organisationen möglicherweise Informationen bereitstellen, die über die geforderten Parameter hinausgehen.
Der Weg in die Zukunft
Organisationen, die DSARs effektiv bearbeiten, weisen gemeinsame Merkmale auf:
- unified Suchfunktionen für alle Datenbestände
- Automatisierte Arbeitsabläufe, die den Zeitaufwand für manuelle Überprüfungen reduzieren
- Funktionsübergreifende Prozesse, an denen die Rechtsabteilung, die IT-Abteilung und die Personalabteilung von Beginn an beteiligt sind
- Proaktive Dokumentation von Datenflüssen und Verarbeitungsvorgängen
Ihre Infrastruktur
Das DSAR-Volumen nimmt nicht ab. Die Daten für das Jahr 2025 zeigen einen Anstieg des Gesamtvolumens der Anträge betroffener Personen um 43 % gegenüber dem Vorjahr, wobei Anträge auf Löschung von Daten mittlerweile 82 % aller solcher Anträge ausmachen. Die Frage ist nicht, ob Ihr Unternehmen mit mehr Anfragen konfrontiert sein wird, sondern ob Ihre Infrastruktur diese bewältigen kann, ohne dabei zusammenzubrechen.
Optimieren Sie die Einhaltung der DSAR-Vorschriften und reduzieren Sie dabei Risiken, den Ressourcenaufwand sowie die Wahrscheinlichkeit von behördlichen Sanktionen – mit „Unified Search with Performance Advantage“.
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