The State of Human Risk 2026
Vom Bewusstsein zum Handeln im Zeitalter der menschenzentrierten Bedrohungen
Wichtige Punkte
- Das menschliche Risiko ist die größte Herausforderung im Bereich der Cybersicherheit und birgt enorme finanzielle Risiken. Insider-Bedrohungen, Missbrauch von Zugangsdaten und Benutzerfehler sind heute für die meisten Sicherheitsvorfälle verantwortlich.
- Es besteht weiterhin eine gefährliche Kluft zwischen Bewusstsein und Handeln. Während fast alle befragten Unternehmen (96%) einräumen, dass der Schutz unvollständig ist und sie sich mit Hindernissen bei der Einhaltung von Vorschriften konfrontiert sehen (91%), kombinieren nur 28% sowohl regelmäßige Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein als auch kontinuierliche Überwachung.
- KI-Bedrohungen nehmen schneller zu als die Verteidigungsmaßnahmen. Etwa zwei von drei Sicherheitsverantwortlichen halten KI-gestützte Angriffe innerhalb von 12 Monaten für unvermeidlich (69%), doch nur 40% geben an, vollständig vorbereitet zu sein.
Wie die Ergebnisse unseres SOHR 2026-Berichts zeigen, hat sich das menschliche Risiko fest als die entscheidende Herausforderung für die Cybersicherheit etabliert. Auf der Grundlage einer Umfrage unter 2.500 IT-Sicherheits- und IT-Entscheidungsträgern in neun Ländern haben wir herausgefunden, dass es trotz kontinuierlicher Investitionen in Technologiepakete immer wieder zu Sicherheitsverletzungen kommt, die meist auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. In der Tat sind Insider-Bedrohungen, Missbrauch von Zugangsdaten und menschliche Fehltritte inzwischen für die meisten Sicherheitsvorfälle verantwortlich.
Durchschnittlich 13,1 Millionen Dollar geschätzte Kosten pro von Insidern verursachtem Vorfall, mit Unternehmen, die sechs solcher Vorfälle pro Monat erleben - was einem jährlichen Risiko von 943,2 Millionen Dollar entspricht. Um die Herausforderung des menschlichen Risikos zu lösen, ist ein spezieller Ansatz zur Identifizierung, Bewertung und Abschwächung dieser Risiken erforderlich, der auf jeden Benutzer zugeschnitten ist.
71% erwarten negative Auswirkungen von Angriffen auf Kollaborationstools im Jahr 2026 und 96% gehen davon aus, dass E-Mail-Sicherheitsprobleme auch im Jahr 2026 bestehen werden, was den anhaltenden Bedarf an starker E-Mail- und Kollaborationstool-Sicherheit zeigt.
80% sind besorgt über den Verlust sensibler Daten durch generative KI-Tools und 60% sind NICHT vollständig mit spezifischen Strategien auf KI-gesteuerte Bedrohungen vorbereitet, was zeigt, dass die Unternehmen weiterhin ihre eigenen KI-basierten Plattformen implementieren müssen.
Das menschliche Risiko ist eines unserer komplexesten Probleme, da es auf Social Engineering zurückzuführen ist, das sich nur schwer eindämmen lässt. Daher führen wir ein aktives Training durch und schlagen Werkzeuge vor, um Menschen zu blockieren, zu kontrollieren und zu überwachen, einschließlich KI-Tools zur Mustererkennung. - Leiter Sicherheit, Finanzdienstleistungen
Weitere wichtige Themen
Zusätzlich zu den oben genannten Statistiken spricht der Bericht wichtige Themen von Cybersecurity-Experten an, die unermüdlich daran arbeiten, ihre Unternehmen zu schützen.
E-Mail & Collaboration
96% erwarten im Jahr 2026 Herausforderungen für die E-Mail-Sicherheit, aber die Bedrohungslandschaft hat sich erweitert: 53% berichten von einer Zunahme des Phishing-Volumens, 48% sehen eine Zunahme der business email compromise und 45% erleben eine Zunahme von Cyberangriffen auf Collaboration-Tools - dennoch verlassen sich 38% immer noch ausschließlich auf native Sicherheitskontrollen.
Künstliche Intelligenz
55% der Unternehmen nutzen jetzt KI für die Erkennung von Bedrohungen und die Überwachung in Echtzeit, im Vergleich zu 46% im Vorjahr. Dennoch klafft eine Lücke von 29 Punkten zwischen den 69%, die KI-Angriffe für unvermeidlich halten, und den 40%, die mit spezifischen Strategien darauf vorbereitet sind.
Governance & Einhaltung der Vorschriften
91% der Unternehmen stehen vor Herausforderungen in Bezug auf die Unternehmensführung und die Einhaltung von Vorschriften. 59% sind nicht sicher, ob sie Kommunikationsdaten für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften schnell finden können, und 36% verlassen sich immer noch auf manuelle Überwachungsprozesse, was bei steigenden Datenmengen zu unvermeidlichen Engpässen führt.
Human Risk Management
Human Risk Management-Lösungen zielen darauf ab, die Lücke zwischen Bewusstsein und Handeln mit integrierten Plattformen zu schließen, die auf den Menschen ausgerichtete Initiativen, technologieorientierte Kontrollen und Governance-Rahmenwerke koordinieren. Dieser Wandel macht deutlich, dass weder das Sicherheitsbewusstsein noch die Technologie allein ausreichen. Unternehmen benötigen eine unified Plattform für das human risk management, die Erkenntnisse über das Verhalten der Menschen mit technischen Kontrollen verbindet.